Baufachzeitung

20.11.2017

Hochbau + Rohbau

Fördermittel für Fördertechnik

Optimale Raumnutzung: Trotz des hohen Standardisierungsgrades lassen sich Aufzugsmodelle wie der Schindler 6300 in 10-mm-Schritten flexibel den Schachtbegrenzungen anpassen.
Steht ein ausreichend breites Treppenauge zur Verfügung, kann innenseitig ein komplettes Schachtgerüst nachgerüstet werden.
Ist innen kein ausreichender Raum vorhanden, kann ein Schachtgerüst auch außenseitig über die Hof- oder Frontfassade nachgerüstet werden.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird in den nächsten zwei Jahren die Nachrüstung von Aufzügen in Wohngebäuden mit jeweils fünf Millionen Euro fördern. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kommt die Initiative zum richtigen Zeitpunkt. Nach Einschätzung von Experten wird der Betrag allerdings nur für die Erschließung von maximal 3.000 Wohnungen ausreichen und ist damit nicht bedarfsdeckend. Gerade in den zahlreich vorhandenen Plattenbauten mangelt es an vertikalen Transportlösungen, während der zunehmend älteren Mieterschaft der Zugang zu den oberen Etagen immer schwerer fällt. Dabei lässt sich mit den entsprechenden Standardlösungen unkompliziert für die gewünschte Barrierefreiheit sorgen.

Entweder innen oder außen
„Um den Herausforderungen des demografischen Wandels Herr zu werden, muss auch der Wohnraum in den oberen Etagen seniorengerecht gestaltet sein. Der Einbau eines Aufzuges ist somit unverzichtbar“, erklärt Paolo Compagna, Geschäftsführer von Schindler Deutschland. Der Aufzugshersteller bietet für verschiedene Häusertypen spezielle Lösungen an, um einen Aufzug nachzurüsten. Kabine und Schachtkonstruktion werden dabei komplett aus einer Hand geliefert und montiert.

Je nach Gebäudetyp lässt sich ein Schachtgerüst außenseitig oder im Treppenhaus installieren. Das wird besonders am Beispiel Plattenbau deutlich. So kommt für den Bautyp WBS 70 nur die Nachrüstung über die Fassade in Frage. In diesem Fall wird der Schacht an der Front- oder Hoffassade des Gebäudes errichtet. Dagegen verfügt die Häuserreihe P2 über ein breites Treppenauge, in dem ein komplettes Schachtgerüst installiert werden kann.

Standardanlagen bieten hohe Flexibilität
Um den oftmals knapp bemessenen Schachtraum optimal zu nutzen, werden verschiedene Aufzugsmodelle angeboten, die sich trotz eines hohen Standardisierungsgrades durch große Flexibilität auszeichnen. Ein Vorzeigebeispiel ist der Schindler 6300, der sich bei einer Nutzlast von 320 bis 675 kg in 10-mm-Schritten flexibel an die Schachtbegrenzungen anpassen lässt. Dabei sieht die relevante DIN 18025 für barrierefreie Wohnungen als Minimum eine Kabinenbreite von 110 Zentimeter sowie eine Tiefe von 140 Zentimeter vor. Auch die Türen des Aufzugsmodells können in 50-mm-Schritten abgestuft werden. Hier gilt eine Breite von 90 Zentimeter als bindend für den barrierearmen Zugang.

Generell lässt sich festhalten, dass eine Aufzugsnachrüstung bei fast jedem Gebäude möglich ist. Bei der Planung und Umsetzung leisten kompetente Hersteller die erforderliche Unterstützung. In jedem Fall ist mit einer entsprechenden Aufzugsanlage die Basis für eine umfassende Barrierefreiheit und Werterhaltung älterer Mehrfamilienhäuser gegeben.

Schindler Deutschland AG & Co. KG, www.schindler.de

 

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