Baufachzeitung

25.06.2017

Baunachrichten Baufachzeitung

Auftragslage in der Baubranche bringt auch der deutschen Tapetenindustrie positive Aussichten

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten im Frühjahr 2013 sind die Aussichten in der deutschen Tapetenindustrie für das zweite Halbjahr positiv. Gründe liegen im aktuellen Renovierungs- und Bauboom in Deutschland. 

Bedingt durch den ungewöhnlich langen und kalten Winter schloss die Baubranche die ersten Monate des Jahres mit einem leichten Minus ab. Verzögerte Tätigkeiten am Haus- und Wohnungsbau und ein später, kurzer Frühling wirkten sich analog dazu auch negativ auf Branchen der Innenraumgestaltung aus, so auch auf die Tapetenindustrie.
Der Gesamtumsatz der deutschen Tapetenhersteller ist bis Mai 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 1 Prozent auf ca. 190 Millionen Euro gewachsen, wobei die Anzahl an verkauften Tapetenrollen leicht zurück ging (41 Millionen Rollen, entspricht einem Minus von 1 Prozent). Im Inland war der Umsatz rückläufig (ca. 5 Prozent), was jedoch im Ausland mit einem Plus von über 4 Prozent ausgeglichen werden konnte.

Trotz des schleppenden Jahresbeginns ist die Bauindustrie wegen eines um 6 Prozent höheren Auftragsbestandes und 20 Prozent mehr Baugenehmigungen optimistisch für den Wohnungsbau im Jahr 2013.

Der sich abzeichnende Bauboom wird auch von der Architektenbranche bestätigt. Laut einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts unter Architekten hat das Geschäftsklima ein Niveau wie zur Zeit des Wiedervereinigungsbooms zu Beginn der 90er Jahre erreicht.

Das lässt auch die deutsche Tapetenindustrie zuversichtlich auf das zweite Halbjahr blicken, denn Renovierungs- und Tapezierarbeiten zeigen sich stets analog zur Entwicklung in der Baubranche.

„Die Aufmerksamkeit, die der Tapete von Verbrauchern, Fachleuten und Medien entgegen gebracht wird sowie die Umsatzzuwächse der letzten Jahre zeigen uns, dass Tapeten heute längst wieder zum „Must have“ in der Inneneinrichtung avanciert sind“, kommentiert Karsten Brandt vom Deutschen Tapeten-Institut die positive Entwicklung.

Die deutschen Tapetenhersteller haben sich in der „Gütegemeinschaft Tapete“ zusammengeschlossen. Damit garantieren sie die Einhaltung strengster Grenzwerte und die ökologische Unbedenklichkeit von Tapeten. Neben den gesetzlichen deutschen und europäischen Standards werden freiwillig zusätzliche, höhere Anforderungen an Umwelt- und Verbraucherschutz erfüllt. Das RAL-Gütezeichen Tapete ist weltweit als Qualitäts-Symbol für Tapeten anerkannt. Eine permanente Kontrolle durch unabhängige Prüf-Institute sichert die Einhaltung der strengen Grenzwerte.

 

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