Baufachzeitung

22.10.2017

Bauwirtschaft Baufachzeitung

Photogrammetrie per Drohne

Rund anderthalb Stunden waren das Unternehmen Luvitec mit dem Oktokopter Falcon 8 an der Brücke in Herisau in der Luft. Auf einer vorprogrammierten Flugroute erfassten die Vermessungspezialisten den Bau oberhalb der Eisenbahntrasse, parallel dazu sowie in verschiedenen Winkeln zu den Brückenbögen.
Genauigkeitsvergleich - GIS und UAV-Photogrammetrie.
Screenshot - Mesh mit Textur aus rund 88 Fotos, allseitig 2D und 3D, die Dachüberstände wurden mit einer speziellen Fototechnik erfasst.
Gebäudefassade in der Detailansicht - ohne Nachbearbeitung.

Mit den Unmanned Aerial Vehicles (UAV), landläufig auch Drohnen genannt, gibt es eine neue Klasse an Fluggeräten, die in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen hat. Für die Photogrammetrie sind damit ganz neue Betätigungsfelder gegeben, denn UAVs haben - verglichen mit den bis bei der Photogrammetrie üblichen Flugzeugen und auch Hubschraubern - gänzlich andere Flugeigenschaften

Die Vermessung per Drohne basiert auf einer photogrammetrischen Vermessungs-Grundlage. Dazu werden hochaufgelöste Fotos aus verschieden Standpunkten geschossen und in einer Punktwolke aufgebaut. Für die Eisenbahnbrücke in schweizerischen Hersiau zum Beispiel wurden ca. 330 Bilder mit Überdeckungen von 70 Prozent fotografiert. Die Aufzeichnung geschah vollautomatisch und mit Hilfe einer Wegpunktnavigation am Laptop. Damit bietet sich die Möglichkeit schwer erreichbare filigrane Baustrukturen an einem Kirchturm zu erfassen. Aktuelle photogrammetrische Ausarbeitungen stehen die in Qualität und Aussagekraft des Datenmaterials der Lasertechnologie in nichts nach.

Luftbild- und Luftvideotechnik , www.hd-luvitec.com

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