Baufachzeitung

16.08.2017

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Querdenken im KANN-Dialog - Architekten und Planer finden kreative Lösungsansätze

Querdenken im KANN-Dialog - Architekten und Planer finden kreative Lösungsansätze

Am 25. April ging der KANN-Dialog in die zweite Runde. Was vor zwei Jahren auf der Bundesgartenschau in Koblenz begann, konnte in diesem Jahr in München fortgesetzt werden. Cirka 150 Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner kamen ins Münchener MVG-Museum um an der Vortragsreihe unter dem Motto »Lieblingsplatz 2.0 – Visionen, Trends und Design in der nachhaltigen Stadtentwicklung« teilzunehmen. Überzeugend wirkte dabei der innovative und dynamische Charakter der Veranstaltung, die nicht nur als reine Vortragsreihe konzipiert war, sondern die Teilnehmer aktiv ansprach.

Moderator Bernhard Wolff regte das Publikum zum Querdenken an. Ein Aspekt, der sich wie ein roter Faden auch durch die nachfolgenden Beiträge der Referenten zog. So wurden die Tagungsteilnehmer konsequent in die Veranstaltung mit einbezogen und zu innovativen Lösungsansätzen motiviert. Die passenden Denkanstöße dazu gaben die Vortragsthemen der Referenten: Einen Blick in die Dimensionen der Zukunft und die Stadt in der Netzwerkgesellschaft entwarf der Trendforscher und Professor für Kommunikationsdesign Peter Wippermann, der an der Folkwang Universität der Künste in Essen lehrt. Im Mittelpunkt stehen bei ihm die Sehnsüchte der Gesellschaft sowie das emotionale Design von Produkten und Dienstleistungen, mit denen sich der Mensch identifizieren kann.

Um mutige Formensprache und avantgardistisches Design ging es im Vortrag von Wolfram Putz, Mitbegründer des international tätigen Architekturbüros Graft. Der Name des Büros sowie die Designphilosophie beruht auf dem englischen Wort »grafting«, das aus der Botanik entlehnt wurde und »aufpfropfen« bedeutet. Der Vortragstitel »Glück der unerwarteten Entdeckung – Emotionales Design, wohin sich die Sehnsüchte der Menschen entwickeln“ bezieht sich daher ebenfalls auf den innovativen Planungsansatz, der durch das Zusammenführen zweier unterschiedlicher Denkansätze entsteht. Abgerundet wurden die Ausführungen durch den Vortrag des Landschaftsarchitekten Stefan Bernard zum Themenkomplex »Nachhaltiges Entwerfen – Von der Bedeutung von Komposition und Dialog für nachhaltige Freiräume.« Bekannt wurde der Landschaftsarchitekt durch Entwurf und Realisierung der Gärten der hessischen Landesvertretung in Berlin, der temporären Freiflächengestaltung am Spittelmarkt in Berlin sowie von Objekten im Bundesviertel Bonn.

Während der Mittagspause und nach den Fachvorträgen nutzten die Besucher die Gelegenheit nicht nur zu Diskussion und Meinungsaustausch, sondern auch zur Besichtigung des MVG-Museums mit seinen Ausstellungsstücken aus der Münchener Verkehrsgeschichte. Mit seiner vorbildlich sanierten Hallenarchitektur aus dem frühen 20. Jahrhundert und den an die modernen Bedürfnisse angepassten Räumlichkeiten bot es den passenden Rahmen für die erfolgreiche Veranstaltung.

Der nächste KANN-Dialog wird im Frühjahr 2015 im Raum Köln stattfinden.

 

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