Baufachzeitung

20.06.2018

Zweites Tiefbau-Forum Rhein-Main

Dr. Frank Huber, Mitglied der Geschäftsleitung Heidelberger Beton GmbH, begrüßte die rund 150 Teilnehmer des zweiten Tiefbau-Forums Rhein-Main von HeidelbergCement in Langen. Foto: Steffen Fuchs/HeidelbergCement AG
Die begleitende Fachausstellung lud zum Fachsimplen ein: Im Fokus standen die Baustoffe Zement, Beton, Sand und Kies sowie Pflasterdecken. Foto: Steffen Fuchs/HeidelbergCement AG

Fast 200 Teilnehmer, hochkarätige Fachvorträge und eine begleitende Fachausstellung. Das Tiefbau-Forum Rhein-Main von HeidelbergCement ist nicht nur eine Informationsveranstaltung, sondern vor allem ein Treffpunkt für den persönlichen Austausch unter Experten. Dabei stets im Fokus: Die Baustoffe Zement, Beton, Sand und Kies sowie Pflasterdecken. Die Veranstaltung am 7. Februar 2018 in der Stadthalle Langen richtete sich an Vertreter von Städten und Kommunen, Ämtern und Behörden, Tiefbauunternehmen, Bauträger sowie Architektur- und Ingenieurbüros.

„Die Ansprüche an moderne Infrastrukturbauten und den modernen Städtebau nehmen zu. Umso wichtiger ist es, dass wir alle in der Branche informiert sind, welche Hebel es gibt, um den Markt modern zu gestalten“, so Dr. Frank Huber, Mitglied der Geschäftsleitung Heidelberger Beton GmbH, der die Teilnehmer in der Stadthalle Langen begrüßte. „Ich freue mich daher sehr, dass wir Ihnen heute - übergreifend aus allen Geschäftsbereichen von HeidelbergCement - effiziente Lösungen und Produkte mit viel Gestaltungsvielfalt präsentieren können, die uns, unsere Gesellschaft und die Industrie bewegen“.

Neben Vorträgen aus den Sparten von HeidelbergCement und der Tochtergesellschaft Lithonplus kamen auch Experten aus Verbänden und Handelskammern zu Wort. So stellte Wulf Schneider, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Straßenbauer- und Pflastererhandwerk, die neue Norm DIN 18318 VOB Teil C vor.

„Design for all – Barrierefreiheit für alle“ war Titel des Vortrags von Ingo Naskowski, Key-Account-Manager der Lithonplus GmbH & Co. KG. Sein Plädoyer: „So zu planen, dass Barrieren gar nicht erst entstehen“. Leit- und Orientierungssysteme wie Bodenindikatoren sollten klar, sparsam und einfach konzipiert sein, um allen Menschen die gleichen Chancen für die Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen.

Wie Beton als Problemlöser im Tiefbau eingesetzt werden kann, erläuterte Marek Zwolinski, Bereichsleiter, Bereich Rhein-Main Betotech Baustofflabor GmbH, in seinem Vortrag über den Heidelberger Bankettbeton – das Original. Das innovative Produkt für die Befestigung von Straßenbanketten ist bereits seit zwei Jahren am Markt und hat sich als schnelle, sichere, dauerhafte und unterhaltungsarme Bauweise etabliert. Des Weiteren stellte Zwolinski Einsatzgebiete von Chronocrete vor, dem Hochleistungsbeton, der in kürzerer Zeit sehr hohe Frühfestigkeiten ermöglicht.

„Versickerungsfähige Verkehrsflächen aus Beton“ waren Themen von Dr. Robert Bachmann, Projektmanager Infrastruktur bei HeidelbergCement. Augenmerk lag hier auf dem umfänglichen Leistungsspektrum offenporiger Betone, denn der Baustoff verfügt über viele Vorteile und bietet Antworten auf Megatrends wie Klimawandel, Flächenversiegelung sowie Lärmexplosion im Straßenverkehr. „Großformatige Pflasterflächen aus Beton“ und deren normative Grundlage standen im Fokus des Vortrags von Alexander Eichler, Leiter Anwendungstechnik bei der Lithonplus GmbH und Co. KG.

Im Anschluss daran referierte Martin Peck vom Informationszentrum Beton über Betonkreisverkehre. „Die Betonbauweise hat die Erwartungen der Branche bisher erfüllt und setzt sich aufgrund der hohen Tragfähigkeit, Verformungsstabilität sowie geringer Instandhaltungskosten immer stärker durch“, so Peck. Waren es vor rund 10 Jahren bundesweit nur vier Kreisverkehre aus Beton, sind es mittlerweile schon 89 – Tendenz steigend.

Den Abschluss bildete der Fachvortrag über innerstädtischen Tunnelbau von Dr. Klaus Felsch, Produktmanager Verkehrswegebau bei HeidelbergCement. Im Fokus seines Referats standen die unterschiedlichen Tunnelbauverfahren sowie die richtige System-Baustoffauswahl hinsichtlich Verarbeitbarkeit, Wärmeentwicklung, Frühfestigkeiten, Endfestigkeiten und des Brandschutzverhaltens.

Den Teilnehmern gefiel der Mix aus Vorträgen und begleitender Fachausstellung. Sie bescheinigten der Veranstaltung ein stimmiges Gesamtkonzept mit qualitativ hochwertigen Vorträgen und praxisnahen Beispielen.

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