Baufachzeitung

18.08.2017

Heizungstechnik

Schlammabscheider und Vakuumentgaser optimieren flüssigkeitsführende Anlagen

Nicholas Johnson, Projektleiter bei MTU, ruft am Display des Vakuumentgasers SpiroVent Superior S6 ganz einfach Informationen ab. Bild Spirotech BV

Luft im Kühl- und Heizungssystem der MTU Maintenance Hannover führte zu einem permanent erhöhten Wartungsaufwand. Gemeinsam mit dem Unternehmen Pumpen Binek aus Lehrte wurde daher die Optimierung der Anlagen ausgearbeitet. Vakuumentgaser und Schlammabscheider des Spezialisten Spirotech unterstützen jetzt mit großem Erfolg die Anlagensicherheit. Außerdem bewirken sie eine deutliche Energie- und Kosteneinsparung.

Die MTU Maintenance Hannover ist auf die Reparatur und Instandhaltung mittlerer und großer ziviler Triebwerke spezialisiert. Sowohl im Heizungs- als auch im Kältesystem machte sich immer wieder Luft bemerkbar, was einen hohen Instandhaltungsaufwand nach sich zog. Da die Anlagensicherheit von enormer Bedeutung ist, konfigurierten Nicholas Johnson, MTU, und Gino-Valerio Bruno, Pumpen Binek, die Systeme, um den sicheren Betrieb der Flüssigkeit führenden Komponenten zu gewährleisten und den Wartungsaufwand zu senken.

Einer der drei im Heizungsbereich installierten Schlammabscheider SpiroTrap Magnet mit Dämmung. Bild Spirotech BV

Dies gelang durch den Einsatz von Schlammabscheidern und Vakuumentgasern aus dem Hause Spirotech. Diese Geräte entziehen der Anlagenflüssigkeit die enthaltenen Schmutzpartikel bzw. die Luft. Angepasst an die einzelnen Abschnitte innerhalb des Gesamtkomplexes kamen verschiedene Größen des Schlammabscheiders SpiroTrap Magnet aus Stahl zum Einsatz. Aufgrund der durchdachten Konstruktion mit innenliegendem Magnet und Spirorohr entfernen sie magnetische und nichtmagnetische Partikel bis 5 µm. Ferner wurde im Kältesystem eine Ausführung in Edelstahl ohne Magnet platziert. Die Abscheidung erfolgt regelmäßig mit Füllwasser im laufenden Betrieb.

Außerdem wurden vier Vakuumentgaser SpiroVent Superior S6 installiert. Ein solches Gerät zieht einen Teil der Anlagenflüssigkeit ab und versetzt ihn vorübergehend in einen Unterdruck (Vakuum). Dieses Verfahren löst die Gase; sie werden abgesondert und beseitigt. Der Prozess läuft kontinuierlich und am Bedarf orientiert.

„In den ersten Monaten konnten wir feststellen, dass die Vakuumentgaser permanent im Betrieb waren“, erläutert Nicholas Johnson. „Die ersten Erfolge stellten sich rasch ein. Neben einer Ersparnis von bis zu 6.000 Euro Energiekosten im Jahr schätzen wir, dass durch geringeren Instandhaltungsaufwand und längere Lebensdauer der Komponenten eine Kostensenkung von mehreren zehntausend Euro möglich ist. Daher sind wir mit der Umsetzung des Projekts und der Zusammenarbeit mit Pumpen Binek sowie Spirotech sehr zufrieden.“

Spirotech BV, www.spirotech.com

 

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