Baufachzeitung

25.06.2017

Sanitärtechnik Baufachzeitung

Sanitärbereiche liefern aktiven Beitrag zu Umweltschutz und Hygiene

Das Salamanderareal in Kornwestheim mausert sich zum Stadtquartier mit urbanem Flair: Die umgebauten Lager- und Produktionshallen der ehemaligen Schuhwerke sind Zeugen industrieller Erfolgsgeschichte. Foto: Schell / KS-Einrichtungen

Sport, Wellness und ein Top-Ambiente gehören für Geschäftsführer Kristof Pütter und den geschäftsleitenden Clubmanager Dieter Schmolke unweigerlich zusammen. Die beiden arbeiten im Fitness-Center PURE auf dem Areal der ehemaligen Salamanderwerke in Kornwestheim. Bis zu 2.500 Mitglieder können hier auf rund 1.800 Quadratmetern mit den Geräten trainieren. Mit zwei Saunen, einer Infrarot-Kabine für 4 Personen, Eisbrunnen, Kneipp-Becken, großzügigem Ruheraum, Duschen und Umkleiden nimmt die Entspannungsoase etwa 250 Quadratmeter ein.

Das Werksgebäude Bau 8, in dem sich auch PURE befindet, ist Teil des 90.000 Quadratmeter großen Industriedenkmals „Salamander-Areal“. Fast ein Jahrhundert entstanden in der Kornwestheimer Backsteinfabrik viele Millionen Kinderschuhe. Zum Jahreswechsel 2009/2010 hatte die Immovation AG, Kassel den historischen Gebäudekomplex erworben. Ihr Konzept sieht eine vielfältige Nutzung vor: Wohnen und Einkaufen, Dienstleistungen und Gewerbe in einem attraktiven, urbanen Umfeld.

Lounge, Sport, Sauna & Spa – tatsächlich ist das PURE alles in einem. Die attraktive Café-Bar im Eingangsbereich ist zugleich zentraler Mittelpunkt und verbindet den Gerätesport- mit dem Gymnastik- und Wellnessbereich. Foto: Schell / KS-Einrichtungen

Kristof Pütter zeigte eine hohe Investitionsbereitschaft in ein anspruchsvolles Architekturkonzept. Dies setzten die Innenarchitekten KS Einrichtungen aus Lünen für ihn um. Alte Rohrleitungen und Heizlüfter unter der Decke, Dampfheizungen an den Wänden, historische Fenster – der Zustand der Fabrikhalle vor dem Umbau inspirierte das KS-Team geradezu. So ließ der Investor den Planern gestalterisch auch weitgehend freie Hand, bei der sanitären Ausstattung machte er jedoch konkrete Vorgaben.

Gewünscht waren großformatige, anthrazitfarbene Wand- und Bodenfliesen in Schieferoptik. Zudem sollten die Armaturen für Duschen, Waschtische, WCs und Urinale höchste Design- und Hygieneansprüche erfüllen. Außerdem müssen die Armaturen auf lange Sicht ansehnlich bleiben und ihre Funktionsfähigkeit auf Lebenszeit erhalten. „Auf deutsche Markenqualität, in die wir vertrauen können, haben wir bei der Produkt-Auswahl besonders geachtet“, betont der Clubmanager.

Praxiserprobt, robust und zuverlässig: Die elektronischen Schell Duscharmaturen „Linus D-E-T Eco“ sorgen für Komfort und Wassereinsparung. Foto: Schell / KS-Einrichtungen

Unter Betrachtung weiterer wichtiger Kriterien wie vor allem Wassereinsparung und Legionellenprophylaxe, aber auch Robustheit und Vandalensicherheit fiel die Wahl von Kristof Pütter und Dieter Schmolke auf Sanitärarmaturen von Schell. In den Duschbereichen für Männer und Frauen kamen jeweils 8 elektronische Dusch-Armaturen „Linus D-E-T Eco“ zum Einsatz. Diese Ganzmetall-Armatur hat ein flächenbündiges Schaltfeld aus Einscheiben-Sicherheitsglas, das per Fingertipp sofort reagiert. Im leichtgängigen Regler zur gradgenauen Einstellung der Wassertemperatur ist auch eine Heißwassersperre bei 38°C integriert. Die cleverste Funktion der „Linus D-E-T Eco“ ist jedoch die nutzungsorientierte Radar-Sensorik, die den Schauer automatisch stoppt, sobald der Sportler den Duschplatz verlässt. Angesichts der vielen Mitglieder, die täglich im PURE ein- und ausgehen, lässt sich so eine Menge Wasser sparen.

Auch an den Doppel-Waschtischen in 6 WC-Bereichen sind Sensorarmaturen installiert. „Celis E“ vervollständigt hier die Waschplatzgestaltung – eine elektronische Ganzmetall-Armatur, die das Designerteam vistapark für Schell kreiert hat. Mit sprudelnd-voluminösem Wasserstrahl spart die schlanke Armatur auf elegante Weise Wasser und Platz. Auch der Reinigungsaufwand verringert sich erheblich, weil das glänzende, verchromte Gehäuse nicht mit seifigen Fingern angefasst werden muss.

Urinal-Elektronik „Ambition E“: Die A-Klassifizierung nach WELL bestätigt die Best-Bewertung bei „Energieeffizienz“, „Wassereinsparung“ und „Hygiene“. Foto: Schell / KS-Einrichtungen

Die Dusch-Armaturen ermöglichen als spezielle Schutzmaßnahme die thermische Desinfektion. „Durch die eigene Trinkwasser-Ladestation des Fitness-Studios, die warmes Wasser mit einer Temperatur von 60°C über einen Plattenwärmetauscher immer nur dann aufbereitet, wenn es benötigt wird, ist an sich schon ein hoher Legionellenschutz gegeben,“ berichtet Burkhard Figge von der August Truss GmbH & Co. KG in Kassel. Er ist seit Baubeginn vor Ort und zuständig für die TGA-Planung und -Ausrüstung im gesamten Salamander-Areal. Bei normalem Wasserbedarf im PURE übernimmt der Durchfluss-Trinkwassererwärmer die Versorgung der Zapfstellen. Im Spitzenlastbetrieb wird zusätzlich das Speichervolumen zur Bedarfsdeckung genutzt. „Trotzdem kann eine thermische Desinfektion an den Auslauf-Armaturen hin und wieder sinnvoll sein, beispielsweise nach den Betriebsferien“, unterstreicht Burkhard Figge. „Denn wenn ein Netz zum Stillstand kommt, kann es durchaus passieren, dass sich Keime innerhalb der Leitungen, die im Fitness-Studio verlegt sind, vermehren.“

Die elektronische Schell Urinal-Spülauslösung „Ambition E“ aus schwarzem Sicherheitsglas wurde speziell für die gehobene Innenarchitektur entwickelt. Ausgereifte und zuverlässige Kartuschentechnik, Robustheit, hervorragende Distanzerkennung sowie betriebssichere und geräusch¬arme Funktion sind bei dieser Urinal-Spülarmatur selbstverständlich. Durch die automatische Anpassung von Spülintervallen reduziert die Elektronik hinter der Frontplatte den Verbrauch von Wasser zur Spülung erheblich – bis zu 30 Prozent lassen sich einsparen, weshalb Ambition E“ trägt das Wasser- und Energiesparlabel WELL trägt und die A-Klassifizierung in der Kategorie „Public“ erreicht.

Jan Weisser, Vertriebsbeauftragter Technik bei der Schell GmbH & Co. KG Armaturentechnologie, hat die Entscheider in der Planungsphase eingehend beraten und die Firma Truss bei der Installation und Inbetriebnahme der modernen „Hightech“-Armaturen unterstützend begleitet. Die gesamte Ausführung verlief reibungslos.

Schell GmbH & Co. KG Armaturentechnologie, www.schell.eu

Puristisches Design, erstklassige Verarbeitung und perfekte Chromoberflächen zeichnen die sensorgesteuerte Waschtisch-Armatur „Celis E“ von Schell aus. Foto: Schell / KS-Einrichtungen 

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